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Dienstag, 11. Dezember 2018

„Shop local“: Das Einkaufserlebnis „Innenstadt“

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  • vom:  Sonntag, 08. Mai 2016
Bauernmarkt im Klöresgang Bauernmarkt im Klöresgang GEBERT Management UG

Die Einkaufsstraßen in den deutschen Innenstädten ähneln sich immer mehr. Entweder stehen ehemals große Ladenflächen leer, oder es prangen einem schon von Weitem die Leuchtreklamen der immer selben Filialisten entgegen. Wer auf der Suche nach einem individuellen Antlitz ist: Fehlanzeige. 

Große Online-Händler graben dem ortsansässigen Einzelhändler beständig die Kundschaft ab. Denn, wer kennt es nicht? Es klingelt, ein Paketzusteller bringt eine Lieferung. Ob Schuhe, Kleidung, Bücher oder ein Bauteil für den Computer – jegliche Produkte kann man sich inzwischen nach Hause schicken lassen. Es ist ja auch so unkompliziert. Aber ist es das wirklich? Es gibt mehrere gute Gründe, darüber einmal nachzudenken. Es gibt kaum ein Produkt, dass man sich aus Übersee oder dem anderen Ende des Landes zusenden lassen muss. Die Händler um die Ecke haben auch ein ausgeklügeltes, breit gefächertes Sortiment. 

„Shop local!“ – „Kauf nebenan ein!“ wird immer öfter zum Schlagwort, mit dem sich die Innenstädte ihre Individualität zurück erkämpfen wollen. Wer in der Heimat einkauft, hilft auch der Heimat. 

Zum Beispiel: Keines der großen Online-Kaufhäuser hat seinen Sitz in Schwerin. Alle dort getätigten Bestellungen werden an deren Stammsitz versteuert, so geht der Landeshauptstadt schon Geld – in nicht unerheblichem Sinne verloren. Einzelhändler zahlen aber ihre Gewerbesteuer vor Ort und stärken so die wirtschaftliche Kraft der eigenen Gemeinde. Und die Einnahmen kommen direkt und hier wieder zum Einsatz. Damit werden kulturelle Veranstaltungen, Bildungsangebote, Kitas, Vereine und vieles mehr unterstützt und finanziert.

Die bereits erwähnten Pakete landen ja nicht von allein vor der eigenen Haustür. Die Waren werden mit Folien versehen, gepolstert und verpackt und dann noch mit Kurieren und Lieferfahrzeugen durchs ganze Land transportiert – jedes einzelne Päckchen belastet die Umwelt in nicht unerheblichem Maße. Wenn allerdings nebenan etwas Schönes gekauft wird, kann es häufig sogar im eigenen Beutel in die Wohnung getragen werden. Die CO2-Bilanz wird geschont und der eigenen Gesundheit durch einen kurzen Spaziergang zusätzlich etwas Gutes getan. 

Der mittelständische und inhabergeführte Handel schafft und erhält Arbeitsplätze. Im Laden nebenan ist die Belegschaft immer für ein freundliches Wort und gute Beratung zu haben. Die Kunden fühlen sich dort – wie bei Nachbarn und Freunden üblich – wohl und verstanden.

Wie individuell und wie einzigartig sich die Innenstadt Schwerins präsentiert, hängt von uns allen ab. Denn wir entscheiden ganz allein, wo wir kaufen. Hier vor Ort stützen wir mit unserem Geld unsere lokalen Geschäfte und helfend dadurch, dass Schwerin attraktiver von Besuchern wahrgenommen wird. Touristen zieht es immer zum Besonderen und nicht zu der beliebigen Masse. Abwechslungsreiche Läden in hübschen Gassen laden zum Wiederkommen ein. Von begeisterten Tagesgästen und Urlaubern profitieren alle – Gastronomen, Einzelhändler und letztlich wir, die hier zu Hause sind.