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Mittwoch, 23. Mai 2018

20 Jahre Schweriner Höfe

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  • vom:  Samstag, 23. Dezember 2017
Wittenburger Straße um 1915. Die Ansichtskarte von 1915 zeigt zahlreiche Geschäfte an der Wittenburger Straße in Höhe des Marienplatzes. Wittenburger Straße um 1915. Die Ansichtskarte von 1915 zeigt zahlreiche Geschäfte an der Wittenburger Straße in Höhe des Marienplatzes. © Freilichtmuseum Schwerin-Mueß

Eine historische Schau von Schwerinern für Schweriner.

Wer kann sich noch an Zeiten erinnern, als man sich Fritz-Reuter in die Pfeife stopfte? Nein nicht den Schriftsteller oder seine Bücher, sondern einen gleichnamigen in Schwerin produzierten Pfeifentabak, eine „würzige, aromatische Krüllmischung“, wie uns die Packung verrät.

„Kolumbus“ oder „Globus“ hießen einige andere Sorten Pfeifen- oder Zigarettentabak, die am Marienplatz von dem „VEB Zigaretten- und Rauchtabakfabrik Unitas Schwerin“ jahrzehntelang produziert wurden. Sie erinnern sich noch daran, haben vielleicht dort sogar gearbeitet?

Allein die Namensgebung „Tabakhof“ macht sichtbar, dass die Schweriner Höfe die Geschichte der Gebäude soweit möglich bewahren möchten. Seit nunmehr 20 Jahren gibt es das Einkaufs- und Wohnquartier am Marienplatz. Zuerst unter dem Namen „Wurm“, ist es seit nunmehr 10 Jahren als „Schweriner Höfe“ bekannt. Seit zwei Jahren befindet sich dort die Ausstellung „Schwerin – Wie es wurde, was es ist“, seinerzeit aufgebaut vom Historischen Verein Schwerin e.V. in Kooperation mit den Schweriner Höfen. Inzwischen führt seit 2017 die Stadt Schwerin die Ausstellung weiter.

Die Schweriner Höfe, der Historische Verein und die Stadtgeschichtliche Sammlung Schwerin planen zum 20. Geburtstag der Höfe eine Ausstellung von Schwerinern für Schweriner. Es soll eine historische Schau werden, an der sich alle beteiligen können. Wir wünschen uns, dass Schwerinerinnen und Schweriner Gegenstände, die an frühere Geschäfte oder Einrichtungen in den heutigen Schweriner Höfen erinnern, für die Ausstellung leihweise zur Verfügung stellen. Gefragt sind beispielsweise Ansichten vom Klöresgang, von der Tonhalle, die vor dem Kino an der Wismarschen Straße stand, oder aus den Geschäften und Cafés entlang der Wismarschen und Wittenburger Straße. Wer besitzt noch ein Erinnerungsstück an Weinrebes Café, einen Schirm aus der Schirmfabrik Linck oder gar Zigarren aus dem Geschäft von Friedrich Dahse?

Im Mittelpunkt der Ausstellungen zum Jubiläum soll aber die Tabakfabrik Unitas stehen. Wer dort gearbeitet hat oder wer noch Zigarettenschachteln oder Tabakdosen der Unitas zu Hause hat, wird gebeten, diese für die Ausstellung zur Verfügung zu stellen. Alles leihweise versteht sich, anschließend gibt es jedes Stück zurück. Gesucht werden auch Fotografien, Brigadebücher der Unitas, Wimpel, Urkunden und persönliche Erinnerungen an die Tabakproduktion in Schwerin? Die Gegenstände sollen in der Ausstellung mit den zu ihnen gehörenden Geschichten gezeigt werden.

Darüber hinaus gibt es auch noch etwas zu gewinnen: Die Besucher der Ausstellung und eine Fachjury sollen über die schönsten und aussagekräftigsten Exponate mit den originellsten Geschichten abstimmen. Den Leihgebern, die zu Gewinnern erkoren werden, winkt dann eine kleine Belohnung in Form von Gutscheinen für Einkäufe oder Essen in den Schweriner Höfen, gestiftet von den Geschäftsinhabern.

Die Exponate sollten möglichst bis zum 16. April eingereicht werden, entweder beim Management der Schweriner Höfe im Tabakhof, Marienplatz 1-2, Tel: 0385 581 467 0 oder beim Vorsitzenden des Historischen Vereins Schwerin e.V., Norbert Credé, Tel.: 0170 16 39 015.