Sonntag, 19. November 2017

Schwerin - wie es wurde, was es ist

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  • vom:  Montag, 24. Juli 2017
Schwerin - wie es wurde, was es ist Foto: © Schweriner Höfe

Schwerin in 60 Minuten? Und dabei die Geschichte kennenlernen? Das geht!

Die Ausstellung „Schwerin – Wie es wurde, was es ist“ im Brunnenhof macht’s möglich. Mit vielen anschaulichen Modellen und Fotos gibt sie einen knappen, aber umfassenden Überblick über die Entwicklung Schwerins von der Gründung bis heute. Von der Slawenburg „Zuarin“ bis zur modernen Großstadt führt der Rundgang um das zentrale, große Stadtmodell Schwerins gegen Ende der 1980er Jahre.

Im Diorama des Schweriner Markts um 1780 gewähren filigrane Zinnfiguren Einblicke in das seinerzeitige Alltagsleben. Daneben zeigt ein Modell die umwallte Stadt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Und wer genauer hinschaut, hat vielleicht schon gesehen, dass der Turm des Doms bei vielen Modellen nicht zu sehen ist. Stattdessen steht dort ein Stummelturm, der wie ein nicht angespitzter Bleistift aussieht und nicht mal bis zum Dachfirst des Kirchenschiffs aufragt; und das auch bei dem Modell des Doms selbst. Tatsächlich gab es den Turm gab es in diesen Zeiten noch nicht.

Die heutige vorzeigenswerte, einzigartig erhaltene Altstadt Schwerins entstand überwiegend erst im 19. Jahrhundert. Großherzog Friedrich Franz II. wollte eine Residenzstadt mit neuem Schloss, weitläufigen Parkanlagen und repräsentativen Regierungsgebäuden und Plätzen erschaffen. Bei so viel fürstlichem Prunk und Ansehen wollten auch die Bürger nicht zurückstehen. Bis 1863 sammelte der 1844 gegründete Verein für einen höheren Domturm.

Da aber für die rapide wachsende Stadt dringend eine neue Kirche benötigt wurde, nutzte man das Geld für den Bau der Paulskirche. Doch damit war der Domturm nicht vergessen. Georg Adolph Demmler veröffentlichte 1883 die Denkschrift „Der Dom zu Schwerin in seinem unbestreitbaren Recht auf einen in Größe und Baustyl ihm würdigen Thurm“. 1888 war Graf von Bernstorff auf Gut Wedendorf bereit, den Turm zu finanzieren. Am 19. September 1889 fand die feierliche Grundsteinlegung statt, im Januar 1893 war der 117,5 Meter hohe Turm – und nunmehr der höchste im Lande – vollendet.

Norbert Credé

Ausstellung Stadtgeschichte

im Brunnenhof
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